Von der Angst zur Handlungsmacht: wie geht produktive Fehlerkultur?
Haltungsgeschichten
Die Angst vor dem Fehlermachen ist tief verwurzelt in der deutschen Kultur, sie scheint ein kollektives Thema zu sein. Ab welchem Zeitpunkt beginnt diese Angst jedoch, unsere Handlungsmacht einzuschränken? Und tut sie das vielleicht schon?
Die Basis dieser Angst ist, wie ich glaube, eine noble Intention. Man möchte ‚richtig‘ handeln, aber auch vermeiden, hinterher in der Luft zerrissen zu werden, weil unsere Fehlerkultur nun einmal ist, wie sie ist - eingebettet in die Empörungsgesellschaft, in der wir aktuell leben.
Die Angst vor dem Fehlermachen beschränkt uns in unserer Möglichkeit, Fortschritt zu erzielen. Aber sie ist nicht unbegründet. Wenn wir uns anschauen, wie öffentlich mit Menschen umgegangen wird, die eine Handlung begangen haben, die Ihnen im Nachhinein als Fehler angelastet wird, ist diese Aussicht alles andere als ansprechend. Wenn man stetig im Hinterkopf hat, dass die nächste Entscheidung dazu führen könnte, ausgestoßen zu werden und den gemeinschaftlichen…


