Die Wandersaison 2026 hat begonnen und ich habe mir das Ziel gesetzt, dieses Jahr alle Löwenpfade zu bewandern, die der Landkreis Göppingen zu bieten hat. Mit dabei sind Routen jeder Schwierigkeit, von kurzen und gemächlichen Strecken bis hin zu intensiven Eintageswanderungen. Was diese Wanderwege so besonders macht und warum auch du die Löwenpfade lieben wirst, erfährst du in diesem Artikel.
Kurzübersicht
Was sind die Löwenpfade?
Was macht die Löwenpfade so besonders?
Die Löwenpfade im Überblick
Einfache Löwenpfade
Löwenpfade für Fortgeschrittene
Schwere Löwenpfade
Kombivorschlag: Wandern und mehr
Wandern + Grillen
Wandern + Therme
Wandern + Fotografieren oder Journaling
Was sind die Löwenpfade?
Klären wir die wichtigste Frage vorab: warum die heißen die Löwenpfade eigentlich so? Im Internet findet sich dazu folgende Antwort:
Das magische Symbol der Schwäbischen Alb – dem geschichtsträchtigsten Mittelgebirge Deutschlands – ist der einzigartige Löwenmensch. Der Löwe steht für Macht und Würde, Stolz und Kraft und findet sich im Wappen des Stauferkreises Göppingen und des Landes Baden-Württemberg wieder. Zahlreiche Geschichten und Sagen ranken sich um den „König der Tiere“ und machen Lust, die Alb mit ihrem Facettenreichtum zu entdecken.
Derzeit bestehen die Löwenpfade aus insgesamt 16 beschilderten Rundwanderwegen im Landkreis Göppingen, von je 3 bis 24 Kilometern Gesamtlänge. Damit findet sich für jedes Alter und Fitnesslevel eine geeignete Route. Wer sich gezielt über die einzelnen Routen informieren möchte, kann das auf der offiziellen Website der Löwenpfade tun.
Was macht die Löwenpfade so besonders?
Jede einzelne Route bietet traumhaft schöne Aussichtspunkte, die einem als “Local” wieder liebevoll zeigen, warum andere Leute hier Urlaub machen. Landschaftlich gesehen bietet die Region eine echte Vielfalt und es macht Spaß, die Eigenheiten der einzelnen Pfade zu entdecken - ob alleine oder in der Gruppe.
Zusammengefasst: wer Wanderungen in abwechslungsreichem Gelände mit moderater Steigung mag, wird die Löwenpfade bestimmt genießen.
Die Löwenpfade im Überblick
Einfache Löwenpfade
Während man für den Großteil der Routen eher mehr Zeit und Kraft mitbringen sollte, gibt es auch zwei Rundwanderwege, die mit je 3 bis 4 Kilometern Länge etwas gemütlicher gestaltet sind:
Die Spielburg-Runde in Hohenstaufen
Strecke: 3,5 km (Dauer ca. 1 h)
Schwierigkeit: T1, leicht
Die Schloss-Filseck-Runde in Uhingen
Strecke: 4 km (Dauer ca. 1 h)
Schwierigkeit: T1, leicht
Tipp: Ein echtes Highlight auf dieser Tour ist der schwebende Pfad, der mitten durch den Wald führt. Aber Achtung: barrierefrei ist er leider nicht ganz.
Löwenpfade für Fortgeschrittene
Die meisten Routen sind als mittelschwer gekennzeichnet und je 7 bis 14 Kilometer lang:
Die Messelberg-Tour in Donzdorf
Strecke: 7,7 km (Dauer ca. 2,5 h)
Schwierigkeit: T2, mittel
Der Ave-Weg in Deggingen
Strecke: 8,6 km (Dauer ca. 2,5-3 h)
Schwierigkeit: T2, mittel
Der Orchideenpfad in Reichenbach im Täle
Strecke: 9,3 km (Dauer ca. 2,5-3 h)
Schwierigkeit: T2, mittel
Die Höhenrunde in Bad Ditzenbach
Strecke: 10,7 km (Dauer ca. 3 h)
Schwierigkeit: T2, mittel
Die Geislinger Felsen-Tour
Strecke: 10,8 km (Dauer ca. 3,5 h)
Schwierigkeit: T2, mittel
Die Staufer-Runde zwischen Göppingen und Wäschenbeuren
Strecke: 11,3 km (Dauer ca. 3,5 h)
Schwierigkeit: T2, mittel
Die Tour Filstalgucker in Geislingen an der Steige
Strecke: 13 km (Dauer ca. 3,5 h)
Schwierigkeit: T2, mittel
Die Filsursprung-Runde in Wiesensteig
Strecke: 14,1 km (Dauer ca. 3,5-4 h)
Schwierigkeit: T2, mittel
Schwere Löwenpfade
Für geübte Wanderer und aktive Sportler mit guter Kondition können auch die sechs schweren Routen infrage kommen:
Die Wasserberg-Runde bei Unterböhringen
Strecke: 12 km (Dauer ca. 3,5 h)
Schwierigkeit: T2, schwer
Die Weitblick-Tour zwischen Gingen und Geislingen an der Steige
Strecke: 12 km (Dauer ca. 3,5 h)
Schwierigkeit: T2, schwer
Die Felsenrunde in Bad Überkingen
Strecke: 13,4 km (Dauer ca. 4 h)
Schwierigkeit: T2, schwer
Die Berta-Hörnle-Tour in Bad Boll
Strecke: 14,7 km (Dauer ca. 4,5 h)
Schwierigkeit: T2, schwer
Die Steigen-Tour in Geislingen an der Steige
Strecke: 16,1 km (Dauer ca. 5,5 h)
Schwierigkeit: T2, schwer
Die Heldentour in Lauterstein
Strecke: 23,6 km (Dauer ca. 7 h)
Schwierigkeit: T2, schwer
Kombivorschlag: Wandern und mehr
Das traditionelle Einkehren beim Wandern ist ja soweit bekannt und auch auf den meisten Löwenpfaden gibt es zahlreiche Möglichkeiten dazu. Darüber hinaus gibt es aber noch mehr tolle Dinge, die man mit der geplanten Wanderung verbinden kann:
Wenn’s mal nicht die Hütte sein soll: Wandern + Grillen
Gemeinsames Grillen ist die abenteuerlichere Alternative zum Einkehren. Grillplätze gibt es auf den meisten Löwenpfaden, von denen manche auch mit dem Auto angesteuert werden können. Wer grillen möchte, muss vorplanen - für echte Grill-Fans und Outdoor-Enthusiasten aber sicher kein Problem.
Für den Afterglow: Wandern + Therme
Man stelle sich vor, das Wetter ist kälter und regnerischer als erhofft. Was gibt es da Besseres, als die Wanderung mit einem anschließenden Besuch in der Therme zu kombinieren? Im Landkreis Göppingen gibt es mehrere Thermen und Bäder, die sich hierfür eignen.
Tipp: Mein persönlicher Favorit in der Region ist die Panorama Therme Beuren. Die gehört allerdings schon zum Nachbarlandkreis, ist aber von Göppingen aus trotzdem noch gut zu erreichen.
Wenn man es ruhiger mag: Wandern + Fotografieren oder Journaling
Wer gern allein unterwegs ist und ganz bei sich sein möchte, kann seine Wanderung mit Fotografieren oder Journaling verbinden. Gerade letzteres bringt einen noch mehr dazu, bei sich anzukommen oder den einen oder anderen klaren Gedanken festzuhalten, der gern beim Wandern entsteht.
Falls du also für dieses Jahr noch eine sportliche Herausforderung suchst oder einfach gern in Ruhe neue Wege in der Natur erkunden möchtest, sind die Löwenpfade sicher eine spannende Idee für dich. Oder wie es die Göppinger Tourismusabteilung selbst formuliert:
”Die Löwenpfade stehen für Wandern mit Qualitätsanspruch und locken mit eindrucksvollen Ausblicken, abwechslungsreichen Naturlandschaften und geheimnisvollen Orten. […] Gemütliche Einkehrmöglichkeiten, drei prädikatisierte Heilbäder sowie eine optimale Verkehrsanbindung machen die einzigartige Landschaft, rund um den durch die Fils geprägten Doppelten Albtrauf, zu einem löwenstarken Erlebnis.”
Entdeckung der Woche
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Damit wird deutlich, dass nicht jeder point of no return in einer Katastrophe enden muss: manche setzen das Gute erst richtig in Gang.
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